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Willkommen bei der Feldküche
der DRK Ortsvereine
Felsberg und Berus
2005

25 Jahre Feldküche Felsberg-Berus

Fest-Programm

Felsberg (zg). Es wird etwas Besonderes sein: Die DRK-Feldküche blickt auf 25 Jahre zurück. Am 4. und 5. Juni wird auf dem Raiffeisenkassengelände gefeiert. Rudi Zenner erinnert sich, dass es damit anfing, dass im Rahmen des gesetzlichen Katastrophenschutzes seine Bereitschaft 1976 die Betreuungsstelle, die Überherrn zugewiesen war, zugesprochen bekam. Und dieser Betreuungsstelle wurde drei Jahre später eine Feldküche, mit Standort Felsberg, zugewiesen, Heinrich Reimringer wurde Leiter der Betreungsstelle.
Heinz Schönberger absolvierte als Erster im März 1979 die Ausbildung zum Feldkoch, Alfons Klein folgte ein halbes Jahr später. Schönberger schloss im November 1979 auch noch den Lehrgang II ab. Die Bereitschaft 9 wurde damals von Christel Klein als Bereitschaftsführein und Rudolf Zenner als Bereitschaftsführer geleitet.
Der Feuerwehrmann rechnete nicht damit, dass es ein kleines Abenteuer werden würde, im Januar 1980 die Feldküche in Roden abzuholen. Zenner war dazu mit dem Feuerwehrauto, einem Opel Blitz, hingefahren, zusammen mit Matthias Weyrich. Aber die Lichtanlage des Feldküchenwagens war eine 12 Volt-Anlage, das alte Feuerwehrfahrzeug hatte aber nur 6 Volt.
Dann wurde eifrig geübt, so dass am 23. April, die beiden Feldköche Schönberger und Klein ihr Können den Staia demonstrieren konnten, die am Feuerwehrhaus gemeinsam mit Bürgermeister Gerhard Burg die neue Errungenschaft in Augenschein nahmen und sich von der Praktikabilität überzeugen ließen. Künftig sollte es in Felsberg nun kein Fest mehr geben, das nicht vom DRK und seinen Köchen mitgestaltet wurde.
Das nächste Abenteuer ließ aber nicht lange auf sich warten. In Griesborn sollten an Fronleichnam 700 Portionen Erbensuppe gekocht und ausgeteilt werden. Und das geschieht auch in diesem Jahr wieder, zum 25. Mal. Damals musste die Feldküche mit dem Traktor von Alfons Rupp hingeschleppt werden. Das Gerät war seinerzeit noch ölbefeuert. Unterwegs ergoss das Öl sich über die Kartoffeln. So mussten nicht nur alles gereinigt sondern auf die Schnelle auch ausreichend neue Kartoffeln beschafft werden.
Noch im gleichen Jahr fand auf dem Flughafen in Düren ein großes Fest statt. Die Organisatoren hatten die DRK-Feldküche geordert. Die Felsberger sollten 5000 Portionen Erbenssuppe servieren. Rudi Zenner war die Menge zuviel, er reduzierte und bestellte nur 3000 Würste. Ein paar Zentner Erbsen mussten eingeweicht werden. Dann wurden 1600 Portionen gekocht und nur 800 gegessen. Die restlichen Zutaten erfreuten die Schweine der Staia.
Dies blieb glücklicherweise die schlimmste Erfahrung. Zumindest über viele Jahre hinweg. Doch vor drei Jahren folgte man einer Aufforderung aus Lisdorf. Das erste Grünkohlessen war angesagt. Rudolf Zenner und Thomas Weyrich, inzwischen der Chef der Feldküche, fuhren hin und stellten auf der Fahrt fest, dass keiner von ihnen jemals Grünkohl gekocht hatte. Aber Thomas Weyrich hatte vorher seine Mutter und Rudolf Zenner seine Frau gefragt, wie Grünkohl gewürzt und zubereitet werden sollte. Die 400 Portionen blieben unbeanstandet und im vergangenen Jahr schmeckte es sogar dem Ministerpräsidenten vortrefflich, nachdem dieser selbst mitgerührt hatte. Neben dem Landesvater stand, konnte man auf Zeitungsfoto und im Fernsehen sehen, Nikki Weyrich, der Sohn des Feldkochs. Der 15jährige hat bislang kein Kochen verpasst. Die DRK-Feldküche hofft, dass neben ihm noch andere aus dem Jugendrotkreuz vielleicht einmal Interesse finden und den Stab der Helfer erweitern werden, eventuell auch mal für den Fortbestand der Feldküche sorgen. Doch noch gibt es ja Thomas Weyrich, der sich immer wieder bemüht, das Angebot zu erweitern. Und dazu holt er sich unter anderem immer wieder Rat von Dieter Hanauer ein, einem gelernten Koch. Beim Feuerwehrstiftungsfest 1985 gab es für die geladenen Gäste schon ein anderes Menü, inzwischen sind "Olafs" Rindfleischsuppe wie seine gefüllten Klöße und sein Braten immer wieder gefragt. Sogar Dessert wird inwzischen angeboten. Beim Feldküchen-Jubiläum wird es ebenfalls wieder ein Vier-Gang-Menü geben.
Die Felsberger DRK-Feldköche schreckt heute nichts mehr. 1981 hatten sie beim Treffen des saarländischen Jugendrotkreuzes in Schwalbach ohne Mühe tausend Portionen Nudeln à la Bolognese ausgeteilt. Seit 18 Jahren stehen sie am ersten Adventswochenende auf dem Großen Markt in Saarlouis und kochen und verteilen zugunsten der Aktion "Hilf Mit" ihre Erbwurstsuppe, die jedes Mal sehr schnell aus ist. Da ist Rudolf Zenner immer auch dabei, der 1980 die Ausbildung zum Feldkoch absolvierte zusammen mit Lutger Zilgen aus Berus. 1980 wurde Heinz Schönberger Leiter der Betreuungsstelle, seit 2001 ist es Thomas Weyrich. Im August 1980 bekam das DRK Felsberg aus dem Katatsrophenschutzplan für die Betreuungstelle auch das erste eigene Fahrzeug, den Mercedes 407. Es ist nicht nur bei den Festen in der Gemeinde im Einsatz, sondern ständig im Umkreis unterwegs. Wer sich fürs DRK, die Geschichte der Bereitschaft, für die Feldküchen-Arbeit und den Erfolg der Köche interessiert, der kann im Internet nachblättern. Über die Felsberger Homepage gelangt man ganz ohne Probleme dahin. Rudi Zenner sorgt dafür, dass man stets die neuesten Informationen hat und das Geschehen im Foto zu sehen ist.

Edgar Helmut Neumann