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Saarbrücker Zeitung 04. Dezember 2006

So eine Erbsensuppe gibt's daheim nicht

DRK Felsberg-Berus kochte zum 20. Mal für "Hilf-Mit!" - Danach ist das THW dran

kuerche.jpgFoto: Andreas Engel

Gerüstet: Das DRK Felsberg-Berus kurz vor dem Ansturm der Suppenfreunde auf dem Großen Markt in Saarlouis.

Saarlouis. Aus dem Vollen schöpfte das Team um Thomas Weyrich am Samstag kurz nach elf Uhr. Etwa 350 Portionen Erbsensuppe waren da noch in der Feldküche des DRK Felsberg-Berus, während vor dem Essenszelt an der Alten Kommandantur die Warteschlange immer länger wurde. "Machen wir jetzt die Würstel rein?", hatte Chefkoch Weyrich 20 Minuten zuvor gefragt, um die Vorbereitungen abzuschließen. Da stand bereits eine ältere Frau hinter ihm, mit Korb und Schüsseln. "Kann ich jetzt schon von der Suppe bekommen?", fragte sie zögerlich. "Ich kriege Besuch." "So früh haben wir noch nie ausgeteilt", stellte Weyrich fest und ließ die heißen Portionen einfüllen. Die Wurst musste er noch kalt mitgeben.
Rote Nikolausmützen zierten die DRK-Mannschaft am Samstag. "Wir haben was zu feiern", hieß es da. "20 Jahre machen wir das jetzt schon. Vier von uns sind von Anfang an dabei, die anderen haben wir uns selbst gezogen." Für die SZ-Aktion "Hilf-Mit!" stehen sie bereits am frühen Morgen im kalten Zelt, in dem die Gasflaschen noch mit Raureif überzogen sind, und bringen den Geschmack in die Suppe. Frisches Gemüse kommt rein, Kartoffeln, Speck und Gewürze. Dann muss alles stundenlang ziehen. "Wenn man den Aufwand zu Hause betreibt, für ein paar Personen, das lohnt sich kaum noch", sagte Thomas Weyrich.

Eine Ecke weiter befindet sich seit 20. November das "Hilf-Mit-Haus". Mit heißen Getränken wärmen sich dort kleine Grüppchen an Bistrotischen bei einer Pause im Einkaufstrubel.

Bis zum 23. Dezember ist das Haus geöffnet, jeweils von neun bis 20.30 Uhr.

An den folgenden Samstagen übernimmt das THW den Platz an der Alten Kommandantur und die Versorgung mit Erbsensuppe. Auch deren Erlöse kommen der SZ-Aktion "Hilf mit!" zugute. az

Feines gesundes Grünzeug

Saarbrücker Zeitung 28. November 2006

Die Grünkohlzeit ist angebrochen.

Gestern kam das schmackhafte und gesunde Gemüse gleich mehr als 300 Mal auf den Tisch. Denn die Lisdorfer Frischgemüse GmbH (LFG), der Verein für Heimatkunde Lisdorf und die Landwirtschaftskammer hatten Vertreter aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, zum fünften großen Grünkohlessen in die LFG-Betriebshalle nach Lisdorf-Holzmühle eingeladen.

kohl1.jpg Wie gewohnt standen die Mannen der DRK-Feldküche Felsberg/Berus an den großen Töpfen. Unser Foto zeigt (von links) Heinz Schönberger, Rudolf Zenner, Günter Schupp und Herbert Tröster.

Ein paar Reden wurden auch gehalten, doch fasten sich Umweltstaatsekretär Reiner Grün, Landrätin Monika Bachmann und LFG-Geschäftsführer Klemens Morguet erfreulich kurz.

So blieb etwas mehr Zeit für Barbara Müller-Schäfer, die allerhand Wissenswertes über den Grünkohl - Mous, wie viele Saarlouiser sagen - verriet. Die "friesische Palme" wie schon den alten Griechen bekannt. Sokrates empfahl Grünkohl gegen Husten und Heiserkeit, und dem Vernehmen nach sollen die krausen Blätter bei entsprechender Zubereitung sogar gegen Schlangenbisse helfen.

Foto: Andreas Engel